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Auf zu neuen Ufern

Es ist plötzlich soweit und dabei konnte es mir bis jetzt immer gar nicht schnell genug gehen. Die Studienzeit ist wie im Fluge vergangen und dieses Blog-Seminar ist eines der letzten auf meinem Weg zum Diplom. Hinter mir liegen acht Semester im Strudel der Zeit und vor mir liegt ein Pflichtpraktikum und die Diplomarbeit – alles was mich vom wahren Leben noch trennt. Die Suche erweist sich als schwierig, ich bin total flexibel und kann mir eigentlich erstmal alles vorstellen, nur langweilig sollte mein Praktikum nicht werden.

Je mehr ich suche, umso nüchterner werde ich. Anfangs noch euphorisch macht sich langsam eine riesen Enttäuschung breit. Soll das etwa alles sein? Immer wieder die gleichen Anforderungen: Gute Kenntnisse in allen erdenklichen CAD-Programmen, Kreativität usw. und ich frage mich, wo ist sie eigentlich geblieben – die Kreativität? Bei all diesen Anzeigen begegnet sie mir zumindest nicht und plötzlich holt mich die Realität auf den Boden der Tatsachen zurück.

Was nun? In den sauren Apfel beißen, das Pflichtpraktikum als solches betrachten und es möglichst schnell hinter mich bringen oder meine Kreativität zu Rate ziehen und neue Wege ausprobieren? Eigentlich doch ganz klar – natürlich letzteres!

Mein Traum ist es schon lange, raus zu gehen um die Welt kennenzulernen, Fernweh und die Lust zu Reisen sind meine ständigen Begleiter. Aber wie verbindet man das Angenehme mit dem Nützlichen? Könnte es klappen, von einem Architekturbüro zum anderen zu ziehen und dabei die Anforderungen eines Pflichtpraktikums zu erfüllen? Ein paar Tage im einen und dann auf ins nächste, Erfahrungen machen, Kontakte knüpfen und fremde Länder kennenlernen. Werden die Architekturbüros da wohl mitspielen? Und wieder drängt sich mir eine Frage auf, müssen es eigentlich Architekturbüros sein oder ist es nicht viel sinnvoller, die ausgetretenen Wege links liegen zu lassen und neue zu beschreiten? Die Fähigkeit, sich in andere Fachgebiete einzudenken habe ich in der Uni oft genug unter Beweis stellen müssen, über den eigenen Horizont hinauszudenken eröffnet den Blick auf ganz neue Perspektiven des Lebens. Nein, ich möchte nicht den standardisierten Weg der Architekturstudenten gehen – aber was genau will ich eigentlich?

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Merle Sundermann.
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