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Einschlafen mit Blick auf die Anden?

Klingt nach einem romantischen Zelturlaub!

…dem ist nicht so!

Ein älteres Ehepaar engagierte Marc Frohn (FAR frohn&rojas Architekten), ihnen diesen Wunsch zu erfüllen.

Mit dem “Wallhouse” in Santiago de Chile erzeugten die Architekten dieses Wohngefühl. Mit den vier verschiedenen Layern (Concrete Cave, Staked Shelving, Milky Shell und Soft Skin) entsteht ein Raumgefühl das dem romantischen Zelten in der freien Natur sehr nahe kommt. Einfach mal reinschauen!

Man braucht keine Wände, Türen und genaue Fensteröffnungen, um ein gelungenes Wohnhaus zu erschaffen. Sich zu jeder Zeit, je nach Lust und Laune, draussen oder drinnen zu befinden ohne dabei durch eine Tür zu gehen, ist doch die Perfektion der freien Bewegung! Die Oberflächen wechseln nach Aussen hin zu leichteren Materialien. So vermittelt die Bewegung von Raum zu Raum im Haus, ob man tiefer ins Innere oder weiter nach Aussen dringt.

Ein Betonkern (Concrete Cave) bildet das erste Element des statischen Systems. Der Kern beinhaltet die privaten Räume, wie die beiden Badezimmer. Staked Shelving ist die zweite Schicht; zwei aufeinander ruhende Regalbänder, welche zueinander verschoben sind, bilden den Kern und das Haupttragwerk des Hauses.

Um die Regalbänder faltet sich eine transluzente Hülle, die Klimahaut des Hauses. Sie umschliesst die Regalkonstruktion wie eine Verpackung und lässt zwei hohe Raumbereiche entstehen, das Wohnzimmer und das Schlafzimmer – zwei nach aussen gerichtete Räume. Hier wird die transluzente Hülle durch Isolierverglasung ersetzt, daher der Blick auf die Anden.

Die vierte Schicht, eine weiche Gewebemembran, dient als Energiefilter, um die chilenische Sonne abzuhalten. Auf den Bildern erkennt man deutlich die tolle Wohnatmosphäre, die vielleicht für manche Gewöhnungsbedürftig sei, aber dennoch eine grosse Neugier erweckt!

Zelten wäre keine Alternative.

Weitere Projekte findet ihr auf f-a-r.net.

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Kazim Ayanoglu.
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3 Antworten
  1. Audrey says

    Ich finde das sehr gut und angenehm aber wo kann ich die Pläne und Schnitte finden?

  2. Gunnar G. says

    In Chile könnte ich mir das zum Urlaub machen wohl auch vorstellen, aber für Deutschland keine Alternative. Kommt man überhaupt noch zum Schlafen wenn es regnet?

  3. Zosia Hauke says

    Das ist ja aber tolles Ding! Die Architekten haben die Vorteile eines Hauses und eines Zeltes in einer einzigen Struktur kombiniert! Was mir am meisten aufgefallen ist – so viele OPEN SPACES – die alle privaten Räume drinnen beinhalten. Man fühlt drinnen die WOHNSTIMMUNG und wenn man draußen geht, kann man sich ein bisschen wie auf einem CAMPING PLATZ fühlen… Das ist aber vorallem dank dieser Hülle, also dieser Klimahaut die mich auch ein bisschen an das CURTAIN WALL HOUSE von Shigeru Ban erinnert (vergleichbare Regel: Kern und Hülle).

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