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Architekten gehen andere Wege

Wer glaubt, Architekten würden nur in Architekturbüros sitzen, den ganzen Tag entwerfen und Wettbewerbe gewinnen, der hat die Wirklichkeit verschlafen. Wo aber findet man in der heutigen Zeit Architekten? Die Verknüpfung von Architektur mit anderen Fachdisziplinen gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Architekten besitzen die Fähigkeit, sich in die unterschiedlichsten Situationen hineinzudenken. Das Publizieren von Architektur, arbeiten in Lehre und Forschung, aber auch das Konzipieren von Ausstellungen und Veranstaltungen kann zu den Arbeitsfeldern eines Architekten gehören. Architekten sind Querdenker, Visionäre, haben den Hang zu innovativem Denken und können konzeptionell arbeiten. Verfolgen sie ihre eigenen Ambitionen und Ideen und schauen über den Tellerrand hinaus, so liegt ihnen die Welt zu Füßen.

Flexible Architekten, die sich nicht auf das Ausüben einer Tätigkeit beschränken, kommen zu ganz neuen Erkenntnissen. Sie erweitern ihren Horizont und lernen so immer wieder neue Perspektiven des Lebens kennen. Wie wird Architektur wahrgenommen und welchen Einfluss hat sie auf die Gesellschaft? Dieser Frage gehen unter anderem Lichtplanungsbüros nach. In Wahrnehmungs -studien untersuchen sie den Einfluss von Licht und Beleuchtung auf die Stimmung und Funktionalität. Bei der Visualisierung von Gebäuden ob von Hand gezeichnet oder 3D am Computer erstellt können Architekten ihren gestalterischen Fähigkeiten als Illustrator freien Lauf lassen.

Auch außerhalb der Architektur werden immer häufiger fotorealistische Darstellungen benötigt, so dass die Visualisierung eine Chance bietet, sich auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Als freie Journalisten können Architekten für Zeitungen oder Fachzeitschriften schreiben. Aber auch Bücher oder Kritiken können durch den Stift des Architekten entstehen. Weitere aussichtsreiche Betätigungsfelder für Architekten sind im Marketing von Unternehmen zu finden, hier geht es vor allem um ein gutes Organisationsvermögen. Aber auch in der Produktentwicklung ist häufig der Blick des Architekten gefragt. Architektur und Medien haben eine große Schnittmenge, wer sich also gut mit dem Computer auskennt und diesen zu seinem Hauptarbeitswerkzeug machen möchte, der ist dort am besten aufgehoben. Wichtig hierbei ist, durch eigene Ideen neue Nischen zu schaffen – denn der Architekt als Webdesigner hat schon lange ausgedient. Zusatzqualifikationen im PR- und EDV-Bereich oder Aufbaustudiengänge bilden eine gute Ausgangsbasis und dann heißt es: der Kreativität freien Lauf zu lassen.

Die Bereitschaft, Dinge auch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten sollte keinem Architekten verloren gehen. Auch eine gesunde Neugier kann zu ganz neuen Möglichkeiten führen. Eine gute Vernetzung bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Etablierung, denn gute Kontakte und Beziehungen sind das A und O und enorm wichtig um auf dem turbulenten Arbeitsmarkt bestehen zu können.

In diesem Sinne – finde deinen eigenen Weg!

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Merle Sundermann.
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