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TELLING STORIES ABOUT ARCHITECTURE

Wenn man so will, ist Architektur Wissenschaft und Kunst, mit der Menschen stetig die Oberfläche der Erde an ihre Bedürfnisse anpassen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Alltäglichen.

BIG untersuchte, wie Architektur in den breiten Medien der Gesellschaft behandelt wird und Eines fiel dabei auf: Bei der Bewertung werden viel zu oft Fragen wie „Ist das schön?“ oder „Ist das hässlich?“ behandelt oder es kommt zu Vergleichen wie „Na, das sieht ja aus wie eine Gurke“ (vgl. 30 St Mary Axe, London, Foster + Partners).

Mit ihrem Buch „Yes is More“ unternimmt BIG den Versuch, dem interessierten Leser (auch Nicht-Architekturschaffenden) die Möglichkeit zu bieten, all die verschiedenen Kräfte, (Umwelteinflüsse, soziokulturelle Faktoren etc.) die auf den Ort und seine Architektur einwirken, zu verstehen. Dabei ist wichtig zu vermitteln, dass es nicht um das gute oder schlechte Ausehen eines Gebäudes geht, sondern viel mehr wie es zu dem wurde, was es ist und worin seine Qualitäten liegen. Das Ganze wird im Comic-Format dargestellt. Jedes Kapitel befasst sich mit einem Entwurf und seiner Enstehungsgeschichte – Ein Blick hinter die Kulissen von BIG.

Generell arbeitet BIG nicht hinter verschlossenen Türen. Sie legen ihre Arbeitsweisen offen und bedienen sich des Internets. Neben einem hauseigenem Blog nutzen sie etablierte Videoplattformen wie Vimeo oder YouTube, um den Menschen direkt und sehr anschaulich ihre Entwurfsideen zu erläutern.

Ein Beispiel hierfür ist die Konzepterläuterung für das 8-House im Kopenhagener Stadtteil Ørestad. Nach einer kurzen Kamerafahrt durch das Kopenhagener Büro steht Bjarke Ingels vor einem Modell. Genau genommen steht er vor einem leeren Sockel – dank  Techniken wie dem Camera-Tracking und 3D-Überlagerung wirkt es, als stünde er tatsächlich vor einem gebauten Modell. Er erklärt den Ort, zieht Flächen auf, transformiert den Baukörper. Sehr eindrucksvoll und  gut nachvollziehbar erschließt sich so das Konzept und seine Qualitäten. Am Ende des 14-minütigen Clips wartet ein real gebautes Modell des 8-House.

Wer sich das Ergebnis näher ansehen möchte kann dies hier tun – oder noch besser: Unbedingt hinfahren! Seit 2009 ist das Gebäude fertiggestellt.

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Autoreninfo

Christian Wicke.
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2 Antworten
  1. Neues von BIG (zusammen mit TOPOTEK1): Das MüllverbrennungsEnergieSkifahrDingsbums.
    Hannover hat ne Kalte Rotte. Aber wo sind die Skipisten?

  2. G. G. says

    Das schöne an BIG ist, dass sie ihre Ideen und Entwürfe so offen für jeden darstellen und sich auch selber präsentieren mögen. Dies nicht nur für Architekten, sondern sie geben sich auch große Mühe interessierten Laien ihre Entwürfe zu erklären mit Hilfe neuer Medien.
    Am Beispiel des 8-House gefällt mir besonders, wie sie es schaffen viele Motive und Funktionen zu vereinen.

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