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Casa em Vilar de Andorinho | Olga Feio

Das Wohnhaus liegt im ländlichen Raum Portos. Die Komposition der Baukörper war bei diesem Projekt entscheidend. Der Gebäudeentwurf setzt sich aus einer Aneinanderreihung von Kubaturen zusammen, die jeweils mit einer anderen Wohnnutzung belegt sind.  Das Gebäude, das nur aus einem Geschoss besteht, unterteilt sich durch die Trennung der Kubaturen und deren Nutzung in einen privaten und einen für die Bewohner kommunikativen Gemeinschaftsbereich. In seiner äußeren Gestaltung,  reagiert das Gebäude  auf seine ländliche Umgebung. Dadurch, dass an zahlreichen Stellen Holz in der Fassade, sowie in der Konstruktion verarbeitet wurde, entsteht ein behagliches, warmes Wohnklima. Mit viel Geschick gelingt es der Architektin mittels vertikaler Holzlamellen, profane Gebäudeteile wie eine Garage, nicht als solche wirken zu lassen; sowie Räume innerhalb des Wohnbereiches zu belichten.

Olga Feio ist eine Architektin aus Portugal, der es gelungen ist in ihrer noch jungen Berufslaufbahn eigene Ideen und Entwürfe umzusetzen. Sie gewährte mir einen Einblick in ihr erstes Projekt namens „Casa em Villar de Andorinho“ das – wie sie mir berichtete – ihr sehr am Herzen liege. Wenn Olga Feio sich an einen Entwurf eines neuen Projektes setze, gehe es ihr in erster Linie nicht darum, einen speziellen Architekturstil zu verfolgen. Für sie habe jedes Projekt seine ganz individuellen Anforderungen, für die es eine entsprechende architektonische Antwort zu finden gäbe. Zurückblickend auf ihre vorherigen Bauprojekte sagt sie, dass ihre Entwürfe versuchen respektvoll mit der Umgebung umzugehen und den Wünschen des Bauherren gerecht zu werden.

Das Diplom erwarb Olga Feio an der Architekturfakultät der Universität Porto im Jahre 2001. Während ihrer Studienzeit hat sie auch in Frankreich an der Université Paris-la-Seine studiert. An der Universität Porto seien die  essentiellen Fachgebiete ähnlich wie in Deutschland. Die Fachgebiete setzten sich aus der Architekturgeschichte  sowie der Architekturdarstellung und Studienarbeiten mit einem ausführlichen praktischen und theoretischen Teil zusammen.

Für Studenten, die mit dem Gedanken spielen würden, ein Auslandsemester zu machen, sei die Universität in Porto keine schlechte Wahl. Die Universität pflege seit Jahren die Tradition, seine Studenten an andere europäischen Universitäten im Rahmen eines Auslandssemesters zu vermitteln und nehme im Gegenzug auch gerne selbst welche auf.

Der Arbeitsmarkt in Portugal, wie auch hierzulande ist für junge Architekten schwierig. Dadurch, dass in den letzten zwei Jahrzehnten, die Anzahl an privaten, sowie öffentlichen Universitäten in Portugal stark zugenommen hat, gibt es zu viele Architekten, die die Universitäten verlassen und um die wenigen Bauaufträge konkurrieren müssen. Erschwerend wirkt die globale Finanzkrise auf den Bausektor ein, sowie Portugals gewaltiges Haushaltsdefizit, welches den Staat zum Sparen zwingt. Die Konsequenz daraus sei, dass viele junge Architekten in Portugal unter weitaus niedrigeren Konditionen arbeiten müssen, um so gegenüber etablierteren Architekten konkurrenzfähig zu bleiben.

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Sebastian Kupc.
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