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INDIA Architects, Riga

INDIA Architects sind ein junges Büro aus Lettland. Sie werden in der Presse als „an up-and-coming architectural firm“ bezeichnet. Ihre INDIgrients, wie die Architekten sich liebevoll auf ihrer Webseite nennen, sind zwischen 1974 und 1983 geboren und sind somit noch sehr jung. INDIA steht für die neue Welt!

„On the 12th of October in 1492, Columbus saw INDIA, which turned out to be the New World.“

Sie beschreiben das etwas, was wir Zuhause nennen, als mehr als ein Dach über den Kopf und das Mehr, die neue Welt, wollen sie wie Kolumbus im 15. Jahrhundert entdecken.

Sie versuchen nicht nur über Wettbewerbe architektonische Aufträge zu bekommen, sondern organisieren auch Vorträge, gestalten CD-Cover und machen Interiordesign. Die meisten architektonischen Projekte wurden bisher nicht gebaut, obwohl sie auch einige erste Preise bei den Wettbewerben gewinnen konnten. Das erste und einzige Projekt, welches bereits umgesetzt wurde, ist ihr Masterpiece, der Bau einer Multi-Media-Bibliothek.

Parventa-Bibliothek, Ventspils (2009)

Ventspils liegt an der Küste Lettlands. Die Bibliothek wurde 2009 fertiggestellt. Der Grundriss ist ein abgerundetes Dreieck. Die Fassade besteht aus Beton, Glas und Kupfer. Bemerkenswert ist das Benutzen von Kupfer als Fassadenmaterial, denn Kupfer ist von jeher eher ein traditionelles Material. Man denke nur an die vielen Kirchen europaweit, die ein Kupferdach haben. Auch in Lettland gibt es diese Tradition. Sie kombinieren also in der Architektur der Bibliothek zeitgenössisches Design mit dem traditionellen Material Kupfer und schreiben somit die Architekturtradition zeitgemäß fort. Auf den Kupferflächen werden graphische Schriftelement aufgebracht. Es handelt sich hierbei um Gedichte von Krisjänis Barons, dem sogenannten Vater der lettischen Volksliedern.

Die Gesamtfläche des Gebäudes beträgt 1500 m2 und wird im Inneren durch ein großes Atrium gegliedert , das die drei Geschosse verbindet.

Sehr stolz ist das Büro auf die Preise, die sie 2009 für das beste Interiordesign und den besten öffentlichen Innenraum Lettlands für die Bibliothek bekommen haben.

Die Bilder sind von Ansis Starks.

http://www.india.lv/?lang=en_gb

http://www.copperinfo.co.uk/arch/downloads/copper-forum-27-2009.pdf

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Eva Holtz.
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1 . Antwort
  1. halwest says

    Das Gebäude ist ein abgerundetes Dreieck, dessen Außenfassade aus Beton, Glas und Kupfer besteht. Das Besondere daran ist, dass Kupfer eigentlich ein traditionelles Baumaterial ist. Denn früher wurden die Kirchendächer aus Kupfer gemacht. Nun verbinden die Architekten Kupfer mit der modernen Architektur und erhalten ein gutes Ergebnis. Auf den Kupfer sind Gedichte von Krisjänis Barons eingraviert, die wiederum sehr gut zu einer Bibliothek passen.
    Das Gebäude selbst ist 1500m² groß, wobei ein Atrium in der Mitte die drei Geschosse verbindet.
    Die Bibliothek ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, aufgrund der Kombination des traditionellen Baumaterials und die moderne Architektur.

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